In Nacht und Eis

Die Arktis verändert sich rasant. Mancherorts ist die jährliche Durchschnittstemperatur um 5°C bis 6°C gestiegen. Das Meereis hat stark abgenommen. Diese Veränderungen oder Störungen haben drastische Auswirkungen, Arktisforscher sprechen von «einer neuen Arktis». Zum Beispiel Rolf Gradinger von der Universität Tromsø:

Vom 17.  bis 28. November wird das norwegische Forschungsschiff «Helmer Hanssen» die Insel Spitzbergen umrunden, an Bord Rolf Gradinger und weitere Wissenschaftler. Sie wollen herausfinden, wie die neue Arktis funktioniert. Unter anderem werden sie untersuchen, wie sich in der Polarnacht auf dem Meer das neue Eis bildet.

Bis die «Helmer Hanssen» am 17. November von Longyearbyen ablegen wird, ein paar kurze Blogeinträge. Der erste handelt vom Meereis im Kongsfjord an der Westküste Spitzbergens.

Meereis bildet sich im Winter und es schmilzt im Sommer. Dies gilt eigentlich auch für die «neue Arktis». Allerdings werden die Extreme extremer, und es gibt zunehmend unerwartete Entwicklungen: Regen im Winter zum Beispiel, Minusrekorde beim Meereis im Sommer, und im November 2016 schmolz das Eis auf dem Ozean zeitweise, statt sich neu zu bilden.

Sebastian Gerland bohrt ein Loch ins Meereis, um seine Dicke zu messen.

Auf dem Bild oben ist der Meereisforscher Sebastian Gerland des Norwegischen Polarinstituts auf einem Stück Meereis zu sehen, das er im Mai 2017 in einer Bucht des Kongsfjords im Westen Spitzbergens aufgespürt hat.

Ich habe Gerland damals begleiten können. Die Reportage dazu gibt’s bei Kontext und beim Wissenschaftsmagazin von Schweizer Radio SRF.
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